Schon von Beginn an faszinieren uns Dinge, die wir nicht begreifen oder verstehen können. Dies liegt in der Natur des Menschen – er ist bestrebt das zu erforschen, was er nicht weiß und das zu erkunden, was er nicht kennt. Er ist bestrebt, die Rahmen des irdischen Daseins zu sprengen und immer einen Schritt weiter zu gehen und auf Sämtliches eine Antwort zu finden. Doch unter uns Menschen, gibt es auch ganz besondere,

die uns wiederum faszinieren. Diejenigen, die wohl mehr leisten können als andere, jene, die Dinge vollbringen, zu denen „normale“ Menschen wohl nicht imstande sind. Es sind wohl unter anderem ganz gewisse Charaktereigenschaften oder Leistungen, die für uns ein gewisses Idol, eine gewisse Persönlichkeit ausmachen, zu der wir aufschauen und an denen wir uns orientieren können. Mut zu haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, das hat wohl schändlicherweise nicht jeder, laut Kant. Doch wo wären wir heute ohne ganz besondere Menschen, die uns nicht erst zeigen würden, dass der Geist zu Erstaunlichem fähig ist.

Zielstellung des Projektes „Persönlichkeiten und Geschichte“ war es, eine wirkungsvolle Person des 19. Jahrhunderts vorzustellen, welche einen Beitrag zur heutigen Weltanschauung geleistet hat. Dabei sollte sich nicht nur intensiv mit deren Wirkung und Leistung für die Nachwelt befasst, sondern auch eine attraktive Wandzeitung erstellt werden, welche nicht nur der Anschaulichkeit dienen sollte.

Die selbständige Wahl einer geeigneten Persönlichkeit weckte bereits das Interesse und die Zielstrebigkeit, jemand ganz besonderen zu präsentieren. Auch bei der Gestaltung der „Wandzeitung“ gab es viele kreative Ideen, welche nicht zuletzt der Persönlichkeit alle Ehre machten. So war schnell der eigene Wissensdurst an diesem Projekt geweckt und auch andere Schüler können noch heute im Zimmer 2-112 die einfallsreichen Plakate bestaunen. Dies bringt nicht nur Spaß und Interesse mit sich, sondern sogar einen Lerneffekt.

Zudem war die Palette der außergewöhnlichen Menschen sehr breit gefächert. Vom Evolutionär Charles Darwin, über den Revolutionär Napoleon, auch über Negativcharakter wie Adolf Hitler oder dem Freigeist Bismarck gewann man ebenfalls erstaunliche Neukenntnisse. So versetzten uns einige Präsentationen in eine Zeitreise durch historisch bedeutende Ereignisse.

Aber auch auf die persönliche Leistungseinschätzung kam es an. So kann man wohl sagen, dass jede Medaille ihre 2 Seiten hat. Denn auch negative Persönlichkeiten können durchaus auch gute Dinge vollbracht haben, auch wenn die Gesamtauswirkung in jedem Fall negativ zu bewerten ist. So könnte man über Hitler sagen, er habe für Arbeitsplätze gesorgt, aber sei auch für den 2. Weltkrieg verantwortlich gewesen. Über Oppenheimer, dem Erfinder der Atombombe sagte Einstein: „Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde Speichern eine Mausefalle konstruieren.“ Dieser wiederum revidierte seine Einstellung zur Entdeckung seiner grausamen Massenvernichtungswaffe. So fällt es uns wohl schwer einzuschätzen, was seine Leistungen oder seine spätere offenkundige Ablehnung gegen seine Atombombe anbelangt. So oder so haben wir nun die Folgen unserer Vorfahren zu tragen und mit ihnen zu leben, ob gut oder schlecht, revolutionär oder lethargisch.

Man kann also sagen, der Mensch ist zu den unglaublichsten Dingen fähig. Auch in Zukunft wird es immer Menschen geben, die nicht nur positive Weltentwicklungen mit sich führen. Doch so oder so wird es immer Menschen geben, die die Welt verändern.

Und vielleicht gibt es auch unter euch einmal Persönlichkeiten der Geschichte, die Geschichte schreiben und die man hoffentlich mit einer positiven Leistung in Erinnerung behalten wird.

Franziska L. und Lisa K.

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