Die Geschichte des Stollenfestes reicht bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts zurück. 1730 gab Friedrich August I., besser bekannt als August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, im Rahmen des „Zeithainer Lustlagers“ („Zeithainer Lagers“) ein legendäres Fest, welches wegen seiner Pracht und Üppigkeit bis heute Inbegriff barocker Lebensart ist. Dieses Fest bildet die historische Vorlage für die heutigen Stollenfeste in Dresden.

Das „Zeithainer Lustlager“ oder auch „Lustlager von Zeithain“ fand vom 31. Mai bis zum 28. Juni 1730 auf einer Fläche von ca. 1.000 Hektar unweit der Städte Riesa und Großenhain zwischen den Gemeinden Zeithain, Glaubitz und Streumen in der Nähe der sächsisch-brandenburgischen Landesgrenze statt. Zweck des Lagers war weniger die Darstellung königlicher Pracht, sondern eher die Überprüfung der Einsatzbereitschaft und des Ausbildungsstandes der sächsischen Armee sowie der Führungsqualitäten der Generäle und Offiziere. Es war die größte Truppenschau Europas, Gäste aus vielen europäischen Fürstenhäusern waren eingeladen. Bekanntester Gast des Manövers war Friedrich Wilhelm I., König von Preußen, den August der Starke durch die Präsentation seiner Stärke als Verbündeten für seine territorialen Ansprüche gegenüber der Habsburger Donaumonarchie gewinnen wollte. Die gesamte sächsische Armee, etwa 30.000 Mann in 30 Bataillonen Infanterie und 50 Schwadronen Kavallerie, war versammelt. Historische Bedeutung erlangte des Lustlager auch durch einen, während der Manövertage ausgetragenen, heftigen Streit zwischen Friedrich Wilhem I. und seinem Sohn Friedrich dem Großen, der Zeithain daraufhin fluchtartig verließ.

(Quelle: www.stollenfest.de)

 

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