Endlich mal Anpacken! – so sah das landwirtschaftliche Praktikum der 11. Klasse am Beruflichen Gymnasium in Altroßthal aus. Wir, die Jungen und Mädchen mit der Fachrichtung Agrarwissenschaft hatten viel Spaß und haben einiges gelernt bei unserem zweiwöchigen Praktikum im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch.

Der Einblick in den Beruf als Land- oder Tierwirt war sehr abwechslungsreich und es war für jeden von uns etwas dabei. Wir versuchten uns in den Bereichen Landtechnik und Tierproduktion, wozu jeweils eine Woche auf dem Lehr- und Versuchsgut vorgesehen war. Im Bereich der Landtechnik gab es das große Highlight: Traktor fahren. Wir lernten die landwirtschaftlichen Maschinen theoretisch kennen und durften auch allein mit ihnen arbeiten. Grubbern, Säen, Pflügen und dass, obwohl die meisten zum ersten Mal in einem Traktor saßen. Interessant waren zudem die anderen Maschinen wie Häcksler und Mähdrescher, welche aus der heutigen landwirtschaftlichen Arbeit nicht mehr wegzudenken sind. Diese wurden vorher im Unterricht besprochen, bevor es ans begleitete Fahren ging. Doch große Maschinen sind nicht das Einzige, was ein Landwirt können muss. Bodenkunde, Pflanzenschutz, Aussaatmenge und vieles mehr gehören ebenfalls dazu, wie wir lernen und per Hand untersuchen konnten.

In der anderen Woche beschäftigten wir uns mit der Tierproduktion, wobei Rind und Schwein hier im Vordergrund standen. Wie eine Kuh aussieht, wussten schonmal alle vorher, doch wie viel so ein Tier am Tag frisst, damit hatte wohl keiner gerechnet. Die wichtigen Futtermittel mussten auch alle verköstigt werden. Eines stand danach fest: Maissilage ist besser als Grassilage. – zumindest vom menschlichen Geschmack her. Wir hatten bei unseren Aufgaben viel Spaß und freuten uns auf die verschiedenen Herausforderungen. Wie vielseitig und interessant die Arbeit mit Tieren ist, stellten wir Altroßthaler aber spätestens im Schweinestall fest. Dort mussten Ferkel geimpft, gezählt und geohrmarkt werden. Eine schwierige Aufgabe, weil die kleinen Schweinchen doch schneller sind als es anfangs schien. Mit Respekt am Anfang und Gelassenheit am Ende wurde auch diese Prüfung gemeistert und nach einem Tag, ging es auch schon wieder zurück zu den Rindern. Die wohl liebste Aufgabe da? Definitiv Kälber streicheln! Doch auch ihre Gesundheit und Pflege muss gelernt sein, damit es ihnen gut geht. Des Weiteren standen Melken, Fruchtbarkeit und Brunst sowie Fütterung und Tiergesundheit auf dem Stundenplan, wobei wir zuerst theoretisch und anschließend praktisch unser Wissen zeigen konnten.

Spiel und Spaß nach der Arbeit durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Egal ob Fahrrad fahren, Feder- oder Volleyball spielen oder einfach entspannt an der Elbe den Sonnenuntergang genießen. Die Klasse genoss die intensive Zeit zusammen und wir lernten uns besser kennen. Schließlich waren alle ein wenig traurig, als es nach den 2 Wochen wieder nach Hause ging.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch ein einmaliges Erlebnis für uns war. Wir haben viel gelernt und erlebt und der Einblick in die Landwirtschaft hat allen gezeigt, wie wichtig die richtige Landwirtschaft für uns und unsere Umgebung ist. Und selbst tatkräftig mit anzupacken, war eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht in der Schule.

Corinna G.
AG21

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