Die Fahrt in das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch begann am Montagmorgen in der Schule. Unsere Klasse AG20 des Beruflichen Gymnasiums hatte sich pünktlich am grünen Klassenzimmer versammelt und wartete auf den Bus, der uns nach Köllitsch bringen sollte.

Dort angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und bekamen eine Einführung in die Hausordnung. Anschließend nutzten wir die Zeit bis zum Beginn des Praktikums, um uns ein wenig mit dem Gelände vertraut zu machen. Nun bekamen wir von der Leiterin des Versuchsgutes unsere Praktikumspläne für die kommende Woche und Informationen zum Arbeitsschutz. Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt.
Die einen erhielten eine Einführung bekamen wichtige Informationen über das Melken, was am nächsten Morgen stattfinden sollte. Außerdem wurde uns der ganze Stallbereich erklärt und wir wurden überall herumgeführt und durften uns alles Anschauen und Fragen stellen, zu Dingen die uns interessierten.
Die zweite Gruppe erhielt eine theoretische Einführung in den Bereich der Landmaschinen, vorrangig in die des Traktors. Nach diesen Stunden hatten wir den Freizeit und verbrachten sie mit unseren Zimmergenossen.

Am nächsten Morgen ging es für die eine Gruppe schon sehr zeitig aus den Betten, denn sie mussten um 5 Uhr bei den Kuhställen sein, damit sie sich einmal anschauen können, wie das Melken in so einem Betrieb stattfindet. Jeder durfte dabei auch mal selber Handanlegen, natürlich unter der Aufsicht einer Ausbilderin.
Nach dem Mittagessen bekamen sie erklärt, wie die Fütterung funktioniert, was eine Kuh am Tag frisst und woraus das Futter bestehen sollte. Man zeigte uns außerdem auch noch eine große Halle, in der das Futter lagerte und ein Fahrzeug, was das Futter auf das Gramm genau zusammenstellen konnte. Mit dieser Maschine wurde das Futter dann im Anschluss zu den Tieren gebracht.
Für die andere Gruppe ging es zur Praxis mit landwirtschaftlichen Maschinen. Uns wurde gezeigt, wie man mit einem Traktor fährt und wir durften einige Traktoren von verschiedenen Marken fahren, um einmal die Unterschiede kennenzulernen. Außerdem erhielten wir eine theoretische Einführung in das Thema Mähdrescher und Häcksler. Uns wurde erklärt, wie eine solche Maschine aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Besonders toll war daran, dass es uns auch an den Maschinen gezeigt wurde, sodass man sich davon ein Bild machen konnte. Jeder durfte sogar einmal selber mit einem Mähdrescher und einem Häcksler ein paar Runden über den Parkplatz des Betriebs drehen.

Beim Abendbrot tauschte man sich aus über den Tag aus, was die aus der anderen Gruppe so alles erlebt hatten.

Am Mittwochnachmittag fand der Tausch der beiden Gruppen statt, sodass sich jeder einmal mit der Pflanzenproduktion und der Tierproduktion beschäftigen konnte.

Am Vormittag jedoch ging es für die eine Gruppe noch einmal in den Kuhstall, dort wurde ihnen gezeigt, wie es in einem Kälbchen- und Jungtierstall aussieht und was es dort für Aufgaben für die Tierwirte gibt.
Für unsere Gruppe ging es mit dem Traktor auf das Feld, nachdem wir ein Gerät zum Mulchen an einen der Traktoren angeschlossen hatten. Jeder von uns durfte eine Spur mit dem Traktor fahren und eine kleine Wiese mulchen. Nach dem Mittagessen wurden die Gruppen getauscht.

An diesem Abend hatten wir uns entschlossen als Klassenverband zu grillen.

Am letzten Tag durften wir Kälbchen füttern und medizinisch versorgen, Ohrmarken stechen und die Stallungen säubern. Das Highlight des Tages war eine Kälbchengeburt, die wir leider knapp verpassten, allerdings konnten wir die ersten Minuten des Kälbchens mit verfolgen und die ersten Versuche des Tieres auf die Beine zu kommen, beobachten.

Nach der Auswertung der Praktikumswoche ging es mit dem Bus zurück nach Dresden.

Es war eine sehr interessante und vor allem lehrreiche Woche für uns alle, die jeder sehr genossen hat und alle etwas dazu lernen konnten. Es gab einige, die nach dieser kräftezehrenden Woche feststellten, dass der Beruf eines Landwirtes nicht wirklich etwas für sie ist, allerdings gab es auch einige, die in ihrer Entscheidung einen landwirtschaftlichen Beruf ergreifen zu wollen, gestärkt wurden.

 

Selina S. und Johannes M.

 

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