Am Mittwoch dem 11. März 2020 sind wir, die Klassenstufe 12, im Zuge des Chemieunterrichtes gemeinsam zur TU-Dresden gegangen um dort an einem, von den dortigen Studierenden geplanten und durchgeführten Projekt teilzunehmen. Ziel war es, mehr über Kohlenhydrate und Proteine zu erfahren. Zu diesem Zweck wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt – Kohlenhydrate und Proteine. Die „Kohlenhydrate“ gingen in ein Chemielabor, während die „Proteine“ in die Küche gingen. Von den Studenten erhielten wir nun eine komplexe Aufgabenstellung.

Die Schüler, der Proteingruppe, teilten sich in drei kleine Gruppen, mit je 6 Schülern auf. Jede Gruppe erhielt die Aufgabe ein möglichst Proteinreiches Nahrungsmittel herzustellen. Hierbei sollten wir neben der enthaltenen Menge an Proteinen auch auf die Lebensmittelkosten achten. Dafür gab es 2 Gruppen, die ein Sportlerprodukt und eine Gruppe, die ein Veganes Produkt entwickeln sollten. Die Sportler sollten dabei ihr Augenmerk besonders auf die Wirkungsweisen verschiedener Proteine legen. Die Veganer sollten dagegen vor allem darauf achten, eine möglichst breite Sparte an notwendigen Aminosäuren abzudecken. Zur Informationssuche erhielt jede Gruppe mehrere Tablets, auf denen wichtige Literatur zum Thema Proteine gespeichert waren.

Nach kurzer Einlesezeit ging es auch schon in die Küche. Dort standen verschiedene Lebensmittel bereit, mit denen wir backen konnten. Jede Gruppe erhielt einen Arbeitsplatz zum Arbeiten und schon konnte es losgehen. Ganz im Sinne der Hygienevorschriften zog sich jeder eine Schürze oder ein frisches T-Shirt über und so, frisch eingekleidet backten, kochten und zerstampften wir, was das Zeug hielt.

Jedes Team hatte sich ein anderes Rezept überlegt, das es nun, koste es was es wolle, umzusetzen galt. Also wurde Schokolade geschmolzen, Rote Bohnen gekocht, Nüsse mit Messern zerhackt und Bananen mit Löffeln, da es keine Stampfer gab, zerquetscht. Zeitgleich versuchte sich jeweils ein Teil der Gruppen an der Herstellung von biologisch abbaubarer, aber auch essbarer Eiweißfolie, hergestellt aus Molke.

Die zu verzeichnenden Erfolge waren bei jeder Gruppe unterschiedlich, doch am Ende konnte jede Gruppe eine mehr oder weniger gute, zum Einpacken nutzbare Folie vorweisen. Ebenso stand bei jeder Gruppe am Ende ein fertiges Produkt, das es nun in einem Vortrag mit anschließender Verkostung, bestmöglich zu bewerben galt.

Den Geschmackstest konnte die vegane Gruppe, mit einer exotischen Mischung aus Schokolade, Nüssen und eingebackener Roter Bohne für sich entscheiden. Abschließend lässt sich nur noch sagen, es war ein interessanter Tag, der einige faszinierende Einblicke in die Welt der Proteine bereithielt und auch so manchen Stauner, über die Menge an Proteinen, die einige Lebensmittel enthalten, erzeugte.

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