Jedes Jahr um die Herbstzeit zieht es tausende von Fachbesuchern zur größten Messe für Brau- und Getränketechnologie. Man trifft sich dort, um nach einem erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres miteinander ins Gespräch zu kommen, das vergangene Jahr zu reflektieren und das Zukünftige zu planen.

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Natürlich hört man in Brauerkreisen Einiges über die “Brau”, wie die Messe in diesen gern betitelt wird. Es wird dann beispielsweise über die gewaltigen Ausmaße, die vielen verschiedenen Ausstellungen, an denen die noch vielfältigeren Produkte aus den Bereichen Rohstoffe über Technologien und Komponenten bis hin zu Verpackungstechniken und Vermarktungsstrategien präsentiert werden, berichtet.
Trotz der relativ kurzen Zeit, die uns zur Verfügung stand - das ist die zwingende Folge eines Eintagesausfluges mit über 500 km Reisestrecke - waren wir voller Bestreben, gleich nach unserer Ankunft, ungefähr eine Stunde vor der Mittagszeit, so viel, wie es uns nur möglich war, von der Messe in uns auf zu nehmen. Hingegen aller Bemühungen, dies zu tun, waren wir durch die schier überwältigende Größe der Fachmesse, die mit ihren fast 1.100 Ausstellern aus der gesamten Prozesskette rund um die Bier- und Getränkeherstellung aufwartete, gezwungen, uns auf das Wesentliche unserer Interessen zu konzentrieren.
Im Vordergrund standen hier natürlich die neusten Innovationen der uns wohl bekannten Größen aus Technologie und Technik.
Beispielsweise beeindruckte die Firma Ziemann, welche neuerdings durch ihr innovatives Läutersystem “Nessie” in Fachkreisen Aufsehen erregt, mit einer Virtual-Reality Führung durch die erste in Betrieb befindliche Ausführung in der Reckendorfer Schlossbrauerei.
Auch Krones, ein Anbieter für Abfüllungs- und Verpackungstechnik lies sich nicht lumpen und fuhr auf fast 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche ihr gesamtes Knowhow voll auf. So lockten auch im Bereich Rohstoffe Hopfenvermarkter wie USAHopsmit Gratisproben, um einen anschließend geschickt in anregende Unterhaltungen bezüglich der diesjährigen Ernte zu verwickeln, Malzhersteller wie Malteuropoder Weyermann mit ihrer überzeugenden Produktpalette oder Hefezüchter wie Fermentis mit ihren neusten Erfolgen ihrer Hefebanken.
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm rundete die Messe ab, in dem man Vorträge zu allerlei Fachthemen hielt. Besonders interessant war die Vorstellung neuer Verfahren zur Herstellung alkoholfreien Bieres durch das Institut Romeis aus Unterfranken, das sich, dem Puls der Zeit zugewendet, dieser Aufgabe gestellt hat.
Nach vier intensiven Stunden fuhren die Auszubildenden des dritten Lehrjahres der Brauer und Mälzer gegen 15:00 Uhr, noch vom Fieber der Messe gepackt, wieder zurück nach Dresden.

Unser Dank gilt der Schulleitung sowie allen Lehrern, die uns diese Erfahrung ermöglichten.