Die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe ist ein Ausbildungsbetrieb für die verschiedensten Laborberufe u.a. in den Richtungen Biologie-Biotechnologie, Physik, Chemie, und Pharmazie.

Zwei Wochen lang durften wir als Klasse des Beruflichen Gymnasiums für Biotechnologie Altroßthal uns in drei verschiedenen Bereichen der Biotechnologie ausprobieren und neue Erfahrungen sammeln. In zwei Gruppen aufgeteilt, wurde an jedem Tag ein anderes Experiment in modern ausgestatteten Laboren durchgeführt. Dabei haben wir uns durch die Themengebiete Mikrobiologie, Molekularbiologie und Biochemie gearbeitet.

In allen drei Bereichen haben wir unterschiedlichste Geräte kennengelernt, die im Alltag eines Biologielaboranten eine große Rolle spielen. Diese waren beispielsweise Messpipette, Zentrifuge, Kapillaren oder Fotometer. Außerdem wurde uns vermittelt, dass die Arbeit im Labor oft steril erfolgt und die Desinfektion eine wichtige Rolle bei allen Tätigkeiten spielt. Die Protokollierung der Experimente war für uns eine eher mühselige und anstrengende Aufgabe, da jeder Schritt und jedes Gerät exakt dokumentiert werden musste.

In der Mikrobiologie ging es bei unserer Arbeit vor allem um das Mikroskopieren und die Untersuchung von Bakterien und Pilzen. Wir haben auf Agar-Nährboden zum einen die Bakterienkulturen E-coli und m. luteus und zum anderen die Schimmelpilze p. camberti und p. roqueforti wachsen lassen. Nach ca. 24 h Wachstumszeit haben wir die Morphologie d.h. Größe, Gestalt, Form usw. ausgewertet.

In der Biochemie war der Schwerpunkt auf die Chromatographie gerichtet. Mithilfe der Dünnschichtchromatographie haben wir Farbstoffe sowie Farbgemische getrennt. Dabei haben wir den Umgang mit verschiedenen Kapillaren kennengelernt und mithilfe derer die Stoffe auf die Kieselgel-Platte aufgetragen. Außerdem haben wir gelernt, wie man mit meinem Fotometer umgeht und unterschiedliche Stoffe unter verschiedenen Wellenlängen betrachtet.

Bestandteil der Molekularbiologie war hauptsächlich die Isolierung von Nukleinsäure aus Zellmaterial. Der Umgang mit der Zentrifuge und der Elektrophoresekammer standen hier im Mittelpunkt. Unsere hergestellten Lösungen haben wir auf das Agarosegel in der Elektrophoresekammer aufgetragen und als Ergebnis unter speziellem UV-Fotometer die RNA als neogrünen Streifen gesehen.

Ein positives Ergebnis war auf jeden Fall, dass uns ein Einblick in verschiedenste Bereiche gewährt wurde und wir mit zwei sehr netten Mitarbeitern der COM arbeiten durften. Diese waren immer stets bereit uns Fragen in jeder Hinsicht zu beantworten und erklärten uns die Aufgaben genau und verständlich.

Alles in allem war es ein gelungenes Praktikum, bei dem wir viele Facetten der Biotechnologie kennengelernt haben und welches uns bei unserer zukünftigen Berufswahl stets weiterhelfen wird.

 

von Isabel A. BiG15