bild5Vom 10. bis zum 14. November 2015 stellten die verschiedensten Hersteller wieder ihre Neuentwicklungen und Weiterentwicklungen von Landmaschinen auf der Agritechnica in Hannover vor. Um den Lehrlingen der Klassen LW13b, LW14a und weiteren Lehrlingen die Chance zu geben, diese Neuheiten zu sehen, organisierten unsere Lehrer in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landjugend e. V. eine Busfahrt nach Hannover und Eintrittskarten von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft.

Am 13. November war es dann soweit. Wir trafen uns um 04:45 Uhr morgens auf dem Schulhof und fuhren pünktlich um 5 Uhr Richtung Hannover los. Zwei Stunden nach dem Start legten wir einen kurzen Stopp auf dem Rasthof Plötzetal an der A14 ein, um uns die Beine zu vertreten. Nach weiteren zweieinhalb Stunden Busfahrt sind wir dann auf dem Parkplatz vor dem Messegelände in Hannover angekommen. Von hier aus gingen wir in vielen kleinen Gruppen dann in die Messe.

Kaum waren wir in den Hallen, sahen wir sehr bekannte Hersteller wie zum Beispiel New Holland, Fendt, John Deere, Claas, Case IH, Horsch, Väderstad und viele mehr. Besonders beeindruckt war die Größe des Fendt Vario 1050, ein Standarttraktor, der eine Motorleistung von 500 PS hat oder den Hybridtraktor Case Magnum 380 Rowtrac. Dieser Traktor hat ein Kettenlaufwerk an der Hinterachse und normale Reifen an der Vorderachse. Auch bei normalen Traktoren wird ein immer größeres Augenmerk auf die Schonung unserer Produktionsgrundlage, dem Boden, gelegt. So können beispielweise Reifendruckregelanlagen jetzt schon im Traktorenwerk eingebaut werden. Das Absenken des Reifendrucks auf dem Feld führt dann zu einer größeren Aufstandsfläche, auf die das Gewicht des Traktors verteilt wird. Bei allen Herstellern war eindeutig zu merken, wie groß der Einfluss der Computertechnik mittlerweile ist. Die meisten Traktoren besitzen heutzutage einen Bordcomputer, über den das automatische Lenksystem oder das Vorgewendemanagement benutzt werden kann. Auch die meisten Anbaugeräte, wie Drillmaschinen, Düngerstreuer, Pressen werden über Bordcomputer gesteuert. Ebenso helfen heutzutage Ackerschlagkarteien wie MultiPlant von Helm den Betriebsleitern, Pflanzenschutzmittel nur im erlaubten Maß einzusetzen. Dazu gibt es den “Agrimentor“. Diese Option überprüft beim Eingeben einer Pflanzenschutzmaßnahme für ein bestimmtes Feld, ob die Abstände zu Gewässern und die maximalen Aufwandmengen eingehalten werden. Ist das nicht der Fall, gibt es eine Warnmeldung und einen Hinweis, was erlaubt ist. Mithilfe dieser Programme können unbeabsichtigte Fehler vermieden und somit die Umwelt geschont werden.

Mit all diesen neuen Erkenntnissen machten wir uns um 16 Uhr dann wieder auf den Heimweg. Nach über viereinhalb Stunden Busfahrt, auf der viel geschlafen, gelacht und gesungen wurde, waren wir dann gegen 21 Uhr wieder auf dem Schulhof angekommen.

Felix N. und Arno W. (LW13b)